Zuspiel
Das Zuspiel gehört zu wichtigsten Aktivitäten beim Volleyball. Es bereitet den nächsten Angriff vor und entscheidet damit auch darüber, ob ein Punkt erzielt werden kann oder nicht. Je genauer es gespielt wird, desto besser ist der Angreifer in der Lage, etwas Verwertbares daraus zu machen. Man unterscheidet zwischen zwei
verschiedenen Arten des Zuspiels. Das untere Zuspiel wird auch Baggern genannt. Das obere Zuspiel heißt auch Passen oder Pritschen. Beim Baggern wird der Ball mit durchgestreckten Armen gespielt. Die Arme werden parallel zueinandergehalten. Beidarmiges Spielen ist zwar keine Pflicht, erleichtert aber den Schlag, da man durch die Benutzung beider Arme eine bessere Kontrolle über den Ball erlangt. Um den Ball optimal zu treffen, lässt man die Arme am besten ausgestreckt und spielt in einem Winkel von 90° zwischen dem Arm und dem Oberkörper. Das Baggern sieht man häufig, wenn der Gegner aufschlägt oder um Angriffe zu verteidigen. Gleichzeitig versucht man, den Ball so kontrolliert anzunehmen, dass der nächste eigene Angriff vorbereitet werden kann. In extremen Situationen, wenn der gegnerische Angriff scharf und gezielt kommt, kann es passieren, dass der Ball knapp über dem Boden angenommen wird. Auch einarmige Schläge und damit verbundene Sprünge kommen vor und erhöhen die Attraktivität beim Zuschauen. Beim oberen Zuspiel zeigen die Handinnenflächen nach außen und werden über dem Kopf gehalten. Daumen und Zeigefinder bilden ein Dreieck. Dieses Passen oder Pritschen dient dazu, den nächsten eigenen Angriff vorzubereiten. Man kann den oberen Schlag auch einhändig spielen. Diese Technik erfordert aber ein Größtmaß an Können und wird von Schiedsrichtern gern schon einmal als unsauber oder Fehler abgepfiffen.