Schiedsrichter

Volleyball ist ein sehr schnelles Spiel. Dem Tempo, das bei den Schlägen erreicht wird, mit den Augen folgen zu können, ist nicht immer einfach. Daher reicht ein Schiedsrichter nicht aus, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Neben dem Hauptschiedsrichter gibt es daher noch einen zweiten Schiedsrichter und

bis zu vier Linienrichter. Damit der Spielstand richtig notiert wird, wird zusätzlich ein Schreiber eingesetzt, der noch vieles mehr als nur die Ergebnisse dokumentiert. Man könnte das Schiedsrichtergespann schon fast als dritte Mannschaft bezeichnen. Der erste Schiedsrichter sitzt oder steht neben dem Spielfeld auf Netzhöhe. Ihm gegenüber befindet sich der zweite Schiedsrichter. Die Linienrichter stehen an den vier Eckpunkten des Spielfeldes. Für den Fall, dass nur zwei Linienrichter zum Einsatz kommen, stehen sich diagonal gegenüber. Mit den größten Kompetenzen ausgestattet ist der erste Schiedsrichter. Seine Entscheidungen stehen über allen anderen. Er kann die anderen Schiedsrichter überstimmen und gegebenenfalls sogar auswechseln, wenn er der Meinung ist, dass sie ihre Aufgabe nicht ordnungsgemäß erfüllen. Seine Entscheidungsbefugnis geht aber noch weiter. Wenn beispielsweise ein Zuschauer den Spielverlauf durch lautes Zwischenrufen stört, kann der erste Schiedsrichter ihn des Platzes verweisen. Der zweite Schiedsrichter hat eigene Zuständigkeitsbereiche. Er achtet auf verbotenes Eindringen ins gegnerische Feld, ist für Positionsfehler zuständig und sieht Berührungen des Netzes. Neben den Spielern überwacht er auch den Schreiber und die Trainer der Mannschaften. Im Vergleich zum ersten Schiedsrichter hat er deutlich mehr Aufgaben zu erfüllen. Die Aufgabe der Linienrichter besteht darin, mit größter Aufmerksamkeit zu verfolgen, ob der Ball innerhalb oder außerhalb der Spielfeldlinien aufgesetzt. Eine undankbare Aufgabe, denn es entscheiden Buchteile von Sekunden.