Handzeichen
Jeder hat sie schon einmal gesehen, die geheimnisvollen Handzeichen der Volleyballspieler kurz vor dem Aufschlag des Gegners. Wenn für die Spieler der anderen Mannschaft nicht sichtbar auf dem Rücken mysteriöse Fingerhaltungen angezeigt werden, ist der Laie oftmals überfragt. Weniger von taktischer Bedeutung sind die
Handzeichen der Schiedsrichter. Dafür sind sie um so wichtiger für die Spieler, um den Schiedsrichter zu verstehen. Es beginnt bei der Bewilligung des Aufschlages, die der Schiedsrichter anzeigt. Aber auch der Seitenwechsel oder Auszeiten werden per Handzeichen signalisiert. Die Regeln des Volleyballs bestehen aus vielen Details, die kommuniziert werden müssen. Das Satzende und der Schluss des Spiels müssen ebenso angezeigt werden wie diverse Entscheidungen innerhalb des Spiels. So gibt es Handzeichen für jede Entscheidung, die der Schiedsrichter trifft. Ein falscher Aufschlag, eine Netzberührung, das Greifen über das Netz oder das Eindringen in das gegnerische Spielfeld muss für die Spieler klar erkennbar sein. Denn was nützt eine Schiedsrichterentscheidung, wenn sie nicht verstanden wird. Besonders brisant wird es bei den Bestrafungen der Spieler, wenn ihr Verhalten nicht korrekt ist. Verzögerungen des Spiels beispielsweise können eine gelbe Karte zur Folge haben, ein Handzeichen, das jeder versteht, das aber durch eine bestimmte Haltung der Hände angezeigt wird. Das ist sinnvoll, da es auch andere Gründe für gelbe Karten gibt. Auch die gelbe Karte für unkorrektes Verhalten ist lediglich eine gelbe Karte, sie wird aber anders angezeigt. Bei einer Disqualifikation kommt die gelb-rote Karte zum Einsatz. Anders als bei Fußball werden die Karten hier aber nicht nacheinander gezogen, sie werden statt dessen gleichzeitig in die Höhe gehalten. Sehr eindeutig ist der Platzverweis. Er wird durch das Zeigen der roten Karte überaus deutlich gemacht.