Angriffsschläge

Der Angriffsschlag gehört zu den technisch anspruchsvollsten Schlägen im Volleyball. Vom Spieler erfordert dieser Schlag eine Vielzahl verschiedener Situationen, die er gleichzeitig beurteilen muss. Die Schlagbewegung muss perfekt ausgeführt werden, um den Ball optimal zu treffen und beim Gegner für ernsthafte

Gefahr zu sorgen. Gleichzeitig muss er sich auf den Anlauf und den Absprung auf einen nicht kontrollierten Ball konzentrieren. Und letztlich gilt es zu entscheiden, wo in der gegnerischen Hälfte der Ball am besten hingeschlagen wird, um einen Punkt zu erzielen. Diese Bewegungsabläufe und Entscheidungen werden innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde getroffen und erfordern höchste Aufmerksamkeit und äußerste Konzentration. Gute Spieler sind in der Lage, noch während sie sich in der Luft befinden, ihr Vorhaben zu ändern und den Ball, statt durch einen Schlag durch einen Lob oder einen verdeckten Schlag in des Gegners Hälfte zu bringen. Derlei Perfektion ist natürlich nur zu erreichen, wenn bereits sehr früh die Bewegungsabläufe automatisiert werden. Erfolgreich kann man nur dann sein, wenn die Entscheidungen intuitiv fallen und die technischen Gesichtspunkte wie von selbst ausgeführt werden. Beim Schmetterschlag werden im wesentlichen drei Bewegungen ausgeführt. Es beginnt mit dem Orientierungsschritt, der als Vorbereitung auf den Schlag betrachtet werden kann. Er wird ohne großen Tempogewinn ausgeführt. Es folgt der Stemmschritt, bei dem die Arme oben hinter den Körper gebracht werden. Entscheidend ist dann der Absprungschritt. Direkt nach dem Absprungschritt folgt der eigentliche Absprung. Ist die optimale Sprunghöhe erreicht, wird der Ball mit Kraft ins gegnerische Feld geschlagen. Ganz wichtig dabei ist die Landung, denn man muss verhindern, das Netz zu berühren, das gilt als Fehler und der Aufwand war umsonst.